Brunnenbetriebe am Mittelrhein

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Frau Dr. Ute Engelen referierte über Rhenser Brunnen und Victoriabrunnen Lahnstein

Frau Dr. Ute Engelen vom Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz berichtete über „Mineralwasser am Mittelrhein. Zur Geschichte der Brunnenbetriebe Victoria und Rhenser (1918–1980)“. Schon seit 1366 ist die Stadt Lahnstein für ihre Sauerbrunnen bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte versiegten einige völlig; andere nahmen bedeutend an Ergiebigkeit zu. 1879 wurden in unmittelbarer Nähe zum Rhein zwei Brunnen erbohrt, die die Entdecker auf die Namen „Victoria“ und „Minerva“ tauften. Beide wurden 1881 an den holländischen Generalkonsul C. G. Rommenhöller verkauft, der dem Mineralwasser einen bedeutenden Absatz in Holland und Niederländisch-Indien verschaffte. So wurde der Victoriabrunnen schon früh Lieferant des niederländischen Königshauses. Bereits 1885 wurden 2 Millionen Flaschen und Krüge abgefüllt. Ein Großteil der Tonkrüge ging in die ganze Welt. Die Quelle versiegte 1919. Eine neue Bohrung 200 m östlich davon führte 1929 zu gutem Ergebnis. Der Sprudel schoss durch das Bohrrohr und erreichte eine Höhe von ca. 2 m.

Dr. Ute Engelen (links) und Vorstandsmitglied Ruth Blecher

Großes Interesse am Vortrag über die Brunnenbetriebe in Lahnstein und Rhens

Am 21.03.2025 fand in der vollbesetzten Hospitalkapelle Oberlahnstein der Vortrag von Fr. Dr. Ute Engelen (Institut für geschichtliche Landeskunde RPL der Uni Mainz) 

zum Thema „Mineralwasser am Rhein – zur Geschichte der Brunnenbetriebe Victoria und Rhenser von 1918 – 1980“ statt.

Fr. Dr. Engelen verglich die beiden Brunnenbetriebe in ihrer geschichtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

So war für den Victoriabrunnen in seiner Anfangszeit das Wasser fast nur ein Exportartikel – vornehmlich in die Niederlande und deren Kolonien. 

Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war Mineralwasser ein Luxusgut und entwickelte sich erst später zu einem allgemein erschwinglichen Nahrungsmittel.

Der Lahnsteiner Altertumsverein bedankt sich ganz herzlich bei Fr. Dr. Ute Engelen für diesen interessanten Beitrag zur Vortragsreihe 

„Lahnstein im Wandel der Zeiten“.

Das Personal des Victoriabrunnen um 1910 vor dem damaligen Gelände

Frau Dr. Engelen verglich den Lahnsteiner mit dem Rhenser Brunnenbetrieb in ihrer geschichtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

So war für den Victoriabrunnen in seiner Anfangszeit das Wasser fast nur ein Exportartikel – vornehmlich in die Niederlande und deren Kolonien. 

Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war Mineralwasser ein Luxusgut und entwickelte sich erst später zu einem allgemein erschwinglichen Nahrungsmittel.

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